Weitere Namen der Rebsorte:
u.a. Rheingauer, Johannisberg, Hochheimer, Klingelberger (Ortenau), Pfefferl, Rheinriesling (Österreich), Gentil aromatique, Petracine (Frankreich), Riesling renano bianco, Reno (Italien), Ryzlink rynsky (Tschechien, Slowakei), Starovetski (Slowenien), Graschevina (Kroatien), Rajnaj Rizling (Ungarn), White Riesling, Johannisberg (USA)
Eigenschaften:
Edelste und bekannteste Weißweinsorte Deutschlands, spätreifend, frosthart, benötigt sehr gute Lagen, ist aber auf fast allen Böden anzubauen. Dementsprechend sehr unterschiedliches Erscheinungsbild. Ergibt je nach Boden Weine von fruchtiger Säure, die schlank und frisch, aber auch vornehm körperreicher daher kommen können, lange Haltbarkeit. Mittelgroße Blätter, fünflappig, Traube recht klein, dichtbeerig, grüngelb, rund, schwarz punktiert.
Verbreitung:
weltweit, hauptsächlich aber Mitteleuropa, und hier insbesondere Deutschland (ca. 23.000 ha), Frankreich (Elsaß, 3.000 ha) und Österreich (1.300 ha).
Herkunft:
Der Riesling stammt vermutlich von der Wildrebe Vitis vinifera var. sylvestris ab und wurde aus solchen Reben am Oberrhein ausgelesen. Die ersten urkundlichen Erwähnungen gehen auf das 15.Jahrhundert zurück: Rüsselsheim (1435), Worms (1490, daher 1990 Riesling-Sondermarke der deutschen Bundespost zum 500-jährigen Jubiläum). Nach 1500 am Rhein und seinen Nebenflüssen allgemein verbreitet und von allen Landesherren zum Anbau empfohlen.
Der Name hängt möglicherweise mit der "reißenden" Säure (Rissling), dem dunklen Holz (Rusling), oder mit der Neigung des Rieslings zur Verrieselung während der Rebblüte zusammen. Der Riesling ist die Grundlage des Großteils der deutschen Neuzüchtungsbemühungen.
Wohl beste Rotweintraube Deutschlands mit stärkstem und noch wachsendem Anbauanteil
Weitere Namen der Rebsorte:
Pinot noir (Frankreich); Pino Nero, Pignol (Italien); Burgundac Crni (Slowenien, Kroatien); Rounci (Tschechien); Kisburgundi Kék (Ungarn); Pinot Tinto (Portugal).
Eigenschaften:
Wenig problematisch im Anbau, bringt aber in besseren Lagen (tiefgründig, kalkhaltig, nährstoffreich, leicht erwärmbare Böden) eindeutig bessere Ergebnisse; bei nassem Wetter etwas fäulnisanfällig, besonders bei den dichter beerigen älteren Klonen, Anfälligkeit gegenüber der Reisigkrankheit (Virus); sichere, durchschnittliche Erträge, späte Lese (allgemein im gemäßigten Klima, im heißen früh).
Mittelgroße, dunkelgrüne Blätter, wenig gebuchtet. Aufgrund vieler Klone verschiedenste Formen und Größen der Trauben, dunkelblau, dünnhäutig; durch die Neigung zur Edelfäule lassen sich edelste Weißherbstauslesen erzeugen.
Weine:
Tiefes "Burgunderrot"; deutlicher, "warmer" Burgunderduft; fruchtige Säure, vor allem im häufig an Brombeeren erinnernden Jungwein, später eher nussig und nach Mandeln; feine Gerbsäure, samtig, gehaltvoll, eignet sich auch sehr gut zum Barrique-Ausbau.
Verbreitung:
Wichtigste Qualitätsrotweinsorte des gemäßigten Klimagürtels; Deutschland (6.700 ha), da vor allem in Baden
Verbreitung:
Frankreich (22.000 ha), da vor allem in Burgund; Norditalien (3.500 ha), da vor allem in der Lombardei und in Südtirol; Schweiz (4.200 ha); Portugal (350 ha); Südosteuropa; Nordamerika (3.800 ha); Südamerika (300 ha); Australien 1.300 ha; Südafrika.
Herkunft:
Sehr alte Rebsorte, vermutlich schon durch die Römer ausgelesen und kultiviert; kam vor über 1000 Jahren über Burgund an den Bodensee und von dort als "Klebrot" in den Rheingau. Die alte badische Bezeichnung lautete Clevner (14.Jhd.).